Der besondere Tag

Sonntagsschutz bleibt ein Dauerbrenner – Pfarrer aus Rödermark fordern in einem offenen Brief mehr Respekt vor diesem Tag

Frankfurt a. M. Der Sonntag ist kein Tag wie jeder andere. Darauf legt die Kirche Wert und kritisiert Versuche, ihn zu einem x-beliebigen Tag machen zu wollen.

In den Niederlanden treten viele Fußballamateure aus religiösen Gründen sonntags nicht zu einem Spiel an. »Es gibt Fußballvereine, die prinzipiell nicht an Sonntagen spielen, weil eben in der Bibel steht, dass der Sonntag ein Ruhetag ist«, sagt Rob de Leede, Sprecher des dortigen Fußballverbands. Die Amateurclubs teilen sich in traditionelle Samstags– und Sonntagsfußballer. Generell dürfen in den Niederlanden Fußballspiele laut Gesetz am Sonntag erst ab 13 Uhr angepfiffen werden. Hierzulande kritisieren die Pfarrer und Pfarrerinnen aus Rödermark einen mangelnden Respekt vor dem Sonntag. In einem offenen Brief bemängeln sie, dass auf Gemeindemitglieder, die den Sonntagsgottesdienst besuchen wollen weder von der Stadt noch von den Vereinen Rücksicht genommen wird. Immer öfter fänden zur Gottesdienstzeit um 11 Uhr Veranstaltungen statt. Sogar die Pfarrer selbst würden eingeladen werden. »Unsere Teilnahme daran scheint sogar erwartet zu werden«, schreiben die Unterzeichner des Briefes. Die Evangelische Kirche in Deutschland betont regelmäßig die Bedeutung des Sonntags als Tag der Erholung, der Einkehr und gemeinsamer Freizeit.

Lesen Sie hierzu auch den "Kommentar".